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Der Rosenkavalier (Komödie für Musik in drei Akten)

Es war einmal eine Frau und ein Mann, die sich sehr gerne hatten. Sie sind gerade aufgewacht und kuscheln noch im Bett. Die Frau heißt Maria Theresia Fürstin Werdenberg, der junge Mann heißt Oktavian, wird aber „Quinquin“ genannt. Die Geschichte wäre ja toll, wenn hier nicht das Problem bestünde, dass die Frau eigentlich mit einem anderen Mann verheiratet ist – mit einem Feldmarschall (das ist ein Mensch, der beim Militär arbeitet), der gerade auf einem Jagdausflug ist. Blöde Sache!
Während die beiden Liebenden gerade frühstücken klopft es an der Türe des Schlafzimmers. Zuerst erschrickt die Feldmarschallin, da sie Angst hat, ihr Mann könnte zurückgekommen sein. Das gäbe richtige Probleme! Aber nein, es ist nur der Cousin, früher „Vetter“ genannt, der Baron Ochs von Lerchenau. Die Feldmarschallin mag ihn nicht sehr gerne, weil er ein aufgeblasener Kerl ist, der immer alle Frauen anbaggert. Das ist aber im Moment nicht wirklich ihr Problem, sie muss verhindern, dass Baron Ochs von ihrer Liebschaft mit dem jungen Oktavian erfährt. Kurzerhand steckt sie ihren Liebhaber in das Kleid einer Kammerzofe (einer ihrer Dienerinnen). Während Oktavian versucht, das Zimmer zu verlassen, kommt der Baron Ochs von Lerchenau schon herein und ist ganz begeistert von dem jungen Mädl.
Der Baron Ochs von Lerchenau erzählt der Feldmarschallin, dass er Sophie, die Tochter eines reichen Armeelieferanten, heiraten möchte. Nicht aus Liebe will er es, sondern um seine Kasse aufzubessern, er steckt nämlich in finanziellen Nöten. Er bittet seine Cousine, ihm bei der Suche nach einem guten Notar zu helfen, der seinen Ehevertrag aufsetzen soll – der Ehevertrag soll natürlich so sein, dass alle Vorteile bei dem Baron Ochs liegen! Eine weitere Bitte hat er noch an die Feldmarschallin: sie müsse jemanden aus der Verwandtschaft aussuchen, der als Rosenkavalier in seinem Namen um die Hand der jungen Sophie anhalten soll. Das war damals üblich! Die Feldmarschallin schlägt ausgerechnet den jungen Oktavian vor. Der Baron Ochs ist einverstanden, da ist Oktavian aber schon weggeritten und ein Negerjunge erhält den Auftrag, ihm eine Silberrose nachzubringen.

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Im Palais (das französische Wort für „Palast“) der Familie Faninal wartet die junge Sophie auf ihren zukünftigen Bräutigam und seinen Rosenkavalier. Oktavian erscheint und überreicht die wunderschöne Silberrose. Die beiden jungen Menschen unterhalten sich eine Weile miteinander und verlieben sich heftig. Da kommt aber auch schon der Baron Ochs und benimmt sich unmöglich. Er ist unerzogen und behandelt den Vater von Sophie schlecht. Sophie ist entsetzt und möchte den älteren Mann nicht heiraten. Valzacchi und Annina, zwei böse Menschen, haben gelauscht und mitbekommen, dass Sophie dem Oktavian verraten hat, dass sie um keinen Preis der Welt diesen Rüpel Baron Ochs heiraten möchte. Sie verraten die beiden, doch dem Baron ist das ziemlich egal. Oktavian aber wird sauer und beschimpft den Baron Ochs. Er wirft ihm vor, dass er nur auf das Geld der Familie Faninal aus sei und fordert ihn zu einem Duell auf. Dabei wird der Baron leicht verletzt.

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Der Baron Ochs hat sich inzwischen von seinem Schock erholt, die Verletzung ist nicht sehr arg. Er tröstet sich, indem er mit der Kammerzofe seiner Cousine, der Feldmarschallin, ein Date in einem Gasthaus ausmacht. Der Baron weiß aber nicht, dass das alles eine Falle ist, in die ihn der geschickte Oktavian lockt.
In dem Extrazimmer des Gasthauses kommt es dann zu einigen Verwirrungen, bis am Ende die Polizei kommt. Nur durch das gute Wort der Feldmarschallin, die der Polizei erklärt, es handelt sich alles um einen eingefädelten Plan, verschwindet die Polizei wieder. Der Herr von Faninal sieht endlich ein, dass ihre Tochter einen besseren Mann verdient – nämlich den Oktavian, der auch ein Graf ist. Am Ende fahren alle in der Kutsche der Feldmarschallin nach Hause, nur der Baron Ochs zieht alleine weiter.

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Oper4Kids Fakten
Titel: Der Rosenkavalier
  Komödie für Musik in drei Akten
Uraufführung: 1911 in Dresden, Deutschland
Komponist: Richard Strauß
Librettist: Hugo von Hofmannsthal
Personen: Annina, Begleitung von Valzacchi Alt
Baron Ochs von Lerchenau, Cousin der Feldmarschallin Bass
Ein Polizeikommissar Bass
Feldmarschallin Fürstin Werdenberg Sopran
Herr von Faninal, ein reicher Mann der gerade geadelt wurde Bariton
Marianne Leitzmetzerin, eine Anstandsdame Sopran
Oktavian, genannt "Quinquin", ein junger Herr aus großem Hause Mezzosopran
Sophie, Tocher von Herrn Faninal Koloratursopran
Valzacchi, ein hinterhältiger Kerl Tenor
Ort: Wien
Zeit: zu Zeiten Maria Theresias, ungefähr um 1745
Dauer: 3 3/4 Stunden

Für den Rosenkavalier müssen ungefähr 100 Musiker im Orchester spielen - das ist ein wirklich großes Orchester!!!

 
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