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Lohengrin (Romantische Oper in drei Akten)

Es war einmal ein König. Dieser heißt König Heinrich und möchte Krieg gegen Ungarn führen. Dazu ist er in das Herzogtum Brabant gereist (das war einmal in der Region von Belgien und Holland), um dort Soldaten anzuwerben. In Brabant, so erfährt er, ist auch ein Streit darüber ausgebrochen, wer der Herrscher von Brabant sein soll. Elsa und Gottfried, die Kinder des verstorbenen Herzogs, haben Anspruch auf den Thron. Elsa aber soll ihren Bruder Gottfried bei einem Waldspaziergang ermordet haben. Friedrich von Telramund, der Erzieher von Elsa und Gottfried, findet, dass jemand, der unter Mordverdacht steht, nicht über ein Land regieren soll.  Er meint, er selber könnte doch der Herrscher werden, zusammen mit seiner Frau Ortrud. Nicht ganz uneigennützig, der Knabe!
Bevor die Entscheidung getroffen wird ist es nur fair, dass Elsa zu den Vorwürfen befragt wird. Hat sie wirklich ihren Bruder getötet? Elsa sagt es nicht, stattdessen erzählt sie von einem Traum, in dem ihr ein edler Ritter erschienen ist, der für sie kämpfen will. Normalerweise würde man jetzt denken, „die hat ja einen totalen Hau“, aber wie durch ein Wunder erscheint wirklich ein Ritter in einem von einem Schwan gezogenen Boot. Er will für Elsa kämpfen und ihre Unschuld beweisen. Seine Bedingung ist nur, dass Elsa nie nach seinem Namen oder wo er hergekommen ist fragt.
Im Kampf gegen Graf Telramund siegt der Schwanenritter. Nun wissen alle, dass Elsa ihren Bruder nicht umgebracht hat. Friedrich von Telramund und Ortrud sind blamiert und sauer.
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Friedrich von Telramund und seine Frau Ortrud streiten heftig. Er wirft ihr vor, es wäre ihre Schuld gewesen, dass alles so gekommen sei. Friedrich meint auch, es hätte doch statt Ortrud besser Elsa heiraten sollen. Nun müssten die Eheleute das Land verlassen, da sie ausgestoßen wurden. Ortrud aber sagt, es gebe noch eine Chance für sie, alles umzudrehen. Sie müssten nur Elsa dazu bringen, den edlen Ritter nach seinem Namen oder seiner Herkunft zu fragen und das Versprechen, das Elsa dem Schwanenritter gegeben hatte, zu brechen. So eine Schlange!
Am nächsten Morgen wird dem Volk von Brabant verkündet, dass Elsa den fremden Mann noch am selben Tag heiraten wird. Durch die Heirat wird er auch der neue König von Brabant. Als Elsa in die Kirche eintreten möchte stellt sich Ortrud in ihren Weg und sagt, dass der fremde Mann wohl kein besonderer Mensch sein kann, wenn niemand wissen dürfe, wer er denn sei. Elsa verteidigt ihn.
König Heinrich kommt mit seinen Männern, um den Fremden zur Kirche zu begleiten. Telramund hält den König auf und fragt auch ihn, wer denn der fremde Mann, der der zukünftige König von Brabant werden sollte, sei. Der König weiß es nicht und Elsa weigert sich, ihn zu fragen. Sie hält sich an ihr Versprechen!
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Elsa und der Schwanenritter sind nun verheiratet. In der Hochzeitsnacht hält sie es nicht mehr aus und fragt ihn nach ihrem Namen. So etwas Blödes aber auch! Friedrich von Telramund stürmt herein und will den neuen König töten. Der aber kann Friedrich besiegen und er stirbt im Kampf.
Am nächsten Morgen versammeln sich alle vor König Heinrich. Der namenlose König klagt Elsa an, dass sie ihr Versprechen nicht gehalten hat. Wenn eh schon alles vorbei ist kann er gleich allen erzählen, wer er ist: er enthüllt, dass sein Name Lohengrin ist und dass er aus einem fernen Land kommt, wo eine heilige Schale, „Gral“ genannt, von einer Ritterschar gehütet wird. Manchmal wird ein Ritter aus der Runde zu den Menschen gesandt, um für Recht und Ordnung zu kämpfen. Wenn einer das tut darf er aber nicht verraten, wer er ist, sonst müsse er wieder zurückkehren zu den anderen Rittern.
Er ruft seinen Schwan zur Rückreise, da erkennt Elsa an der Kette des Schwans, dass es ihr Bruder Gottfried ist, den die hinterlistige Ortrud in einen Schwan verwandelt hat. Damit Gottfried zurückkehren kann betet Lohengrin zu Gott und dieser verwandet den Schwan zurück. Das Boot, mit dem Lohengrin in sein Reich zurückkehren soll, wird nun von einer Taube gezogen. Ortrud stirbt, weil ihr Verbrechen aufgedeckt wurde. Während Lohengrin in seinem Boot davonfährt sinkt Elsa in die Arme ihres Bruders Gottfried und stirbt auch.

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Oper4Kids Fakten
Titel: Lohengrin
  Romantische Oper in drei Akten
Uraufführung: 1850 in Weimar (Deutschland)
Komponist: Richard Wagner
Librettist: Richard Wagner
Personen: Elsa von Brabant, Königstocher Sopran
Friedrich von Telramund, brabantinischer Graf Bariton
Heinrich der Vogler, deutscher König Bass
Lohengrin, der geheimnisvolle Ritter ohne Namen Tenor
Ortrud, Frau von Telramund Sopran
Ort: Antwerpen (Holland)
Zeit: in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts
Dauer: 3 1/2 Stunden

Richard Wagner war ein Universalgenie, das bedeutet, er hat einfach alles für diese Oper selber gemacht (Musik und Text). Auch hat er erstmals eine Oper durchkomponiert, so dass sie nicht in einzelne Nummern aufgeteilt ist. Die Uraufführung (erste Aufführung überhaupt) wurde vom großen und berühmten Komponisten Franz Liszt geleitet - dieser war zufällig auch noch Wagners Schwiegervater.

 
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