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Die Hochzeit des Figaro - Le nozze di Figaro (Opera buffa in vier Akten)

Es waren einmal ein Mann und eine Frau, sie hießen Figaro und Susanna. Die beiden sind verheiratet und arbeiten für den Grafen und die Gräfin Almaviva als Kammerdiener und Kammermädchen. Zu ihrer Hochzeit hat der Graf den beiden ein Zimmer zugeteilt, das scheinbar ideal liegt, so dass jeder zu seinem „Herrn“ schnell gelangen kann. Susanna aber weiß, dass der Grund für das Zimmer der ist, dass der Graf immer dann, wenn Figaro nicht im Hause ist, zu Susanna gehen möchte. Er steht auf Susanna und möchte sogar, wie es früher einmal möglich war, die erste Nacht mit ihr verbringen – noch vor dem eigenen Ehemann. Unglaublich!

Figaro findet den Plan des Grafen heraus und ist stinksauer. Klar, wer wäre das nicht! Er möchte den Plan verhindern.

Marcellina, die Haushälterin im gräflichen Schloss, ist in Figaro verknallt und möchte nicht, dass er Susanna heiratet. Einmal hat sich Figaro von ihr Geld geliehen und da hat sie ihn als Gegenleistung einen Zettel unterschreiben lassen, auf dem er verspricht, sie eines Tages zu heiraten. Der Arzt Bartolo verspricht, Marcellina zu helfen. Er ist sauer auf Figaro, weil eigentlich wollte er die Gräfin Almaviva heiraten und Figaro hat das verhindert.

Susanna kommt mit einem Arm voller Wäsche der Gräfin herein. Marcellina ist boshaft zu ihr und Susanna lässt sich das nicht gefallen, so dass Marcellina total grantig weggeht. Der Diener Cherubino kommt herein und schwärmt Susanna von der Gräfin vor, die noch dazu seine Patin ist. Als der Graf plötzlich eintritt versteckt sich Cherubino hinter einem Stuhl, um nicht gesehen zu werden. Der Graf baggert Susanna heftig an, da hört er die Stimme des Musiklehrers Basilio von draußen und versteckt sich auch hinter dem Stuhl. Beinahe wäre es zu einem Zusammentreffen zwischen Cherubino und dem Grafen gekommen (Cherubino hockt ja immer noch hinter dem Stuhl), aber der Diener kann sich schnell noch auf den Stuhl retten, wo er von Susanna mit einem Kleid verdeckt wird.

Der Musiklehrer fragt nach dem Grafen aber Susanna tut so, als wisse sie nicht, wo er sei. Basilio fängt an, über den Grafen und seine Flirterei mit Susanna zu lästern, ebenso wie er die Liebe Cherubinos zur Gräfin erwähnt. Das ärgert den Grafen dermaßen, dass er aus seinem Versteck kommt und verlangt, genau zu erfahren, was eigentlich los sei. Basilio tut nun so, als wisse er von nichts aber der Graf ist extrem sauer auf Cherubino. In seiner Wut zieht er das Kleid vom Stuhl und entdeckt Cherubino. Nun weiß er auch, dass Cherubino vorher seine Anbaggerei gegenüber Susanna mitbekommen hat. Bevor er reagieren kann kommen Bauersleute herein und danken dem Grafen, dass er auf die erste Nacht bei Susanna verzichtet. Diese List wurde von Figaro eingefädelt, denn nun kann der Graf schwer „nein“ sagen.

Der Graf will nur, dass Figaro und Susanna in einem festlichen Rahmen heiraten, weil er heimlich hofft, dass Marcellina die Hochzeit noch verhindern wird. Auch den Diener Cherubino kann er nicht vor den Leuten strafen, er befördert ihn sogar zur Armee und fordert ihn auf, Susanna zu umarmen. Figaro wird eifersüchtig und schimpft mit Cherubino.

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Die Gräfin hat mitbekommen, dass ihr Mann nicht das Vorbild an Treue ist und es macht sie traurig. Susanna versucht sie zu trösten.
Figaro kommt herein. Obwohl Marcellina gegen die Hochzeit Einspruch erhoben hat ist er guter Dinge. Er hat einen Plan: der Graf soll einen Brief erhalten, in dem steht, dass seine Frau ein Date hat. Zugleich soll sich Susanna mit dem Grafen verabreden. Cherubino wird dann in Frauenkleidern auf die beiden warten und die Gräfin soll alle überraschen, damit der Graf als echter Idiot dasteht.

Susanna und die Gräfin sind mit dem Plan einverstanden. Lustig macht sich Susanna an die Arbeit, aus Cherubino ein hübsches Mädchen zu machen. Auf einmal klopft es an der Türe, der Graf will herein kommen. Er hat den Brief bekommen, in dem steht, dass seine Frau, die Gräfin Almaviva, am Abend ein Date mit einem anderen Mann hat! Cherubino versteckt sich schnell im Kasten. Der Graf will wissen, wer im Kasten ist aber die Gräfin sperrt diesen nicht auf. Da geht er, um sein Werkzeug zu holen und schnell tauschen Cherubino und Susanna die Plätze. Cherubino springt aus dem Fenster und Susanna steckt im Kasten fest. Als der Graf bemerkt, dass seine Eifersucht falsch war bittet er seine Frau um Verzeihung und sagt ihr, dass er eh noch immer voll verliebt in sie ist.

Figaro kommt mit lustiger Musik an und will seine Susanna zur Hochzeit abholen. Auch der Gärtner Antonio ist dabei, der sich furchtbar ärgert, dass jemand die Blumen unter einem Fenster zertrampelt hat. Figaro sagt, das war er. Der Gärtner gibt ihm ein Papier, dass er dann ja wohl auch dort verloren hat. Das Papier gehört aber Cherubino und darauf steht, dass dieser vom Grafen in die Armee befördert wurde. Damit es aber gültig ist fehlt noch ein Stempel. Auch Marcellina, die Haushälterin, der Arzt Bartolo und der Musiklehrer Basilio kommen dazu und alle sind gegen Figaro und wollen seine Hochzeit verhindern. Das ist dem Grafen gerade recht. Er lässt die Hochzeit verschieben und alle lachen Figaro aus.
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Der Graf sitzt in dem Saal, in dem eigentlich die Hochzeit hätte stattfinden sollen. Susanna kommt herein und macht ihm schöne Augen. Sie verspricht ihm, ihn zu treffen, wenn sie dafür von ihm das bekommt, was er ihr zur Hochzeit versprochen hat. Mit dem will sie sich dann die Haushälterin Marcella vom Hals schaffen. Beim Hinausgehen trifft Susanna Figaro und sagt ihm, die Sache sei geritzt. Das hört der Graf und wird sofort misstrauisch.
Da kommt der Richter, Don Curzio, herein und fordert von Figaro, dass er entweder seine Schulden bei Marcella bezahlt oder sie heiratet. Figaro will beides nicht machen. Da erkennt Marcella an einem Zeichen am Arm Figaros, dass es eigentlich ihr verlorener Sohn ist. Na bitte! Sie umarmen einander und Susanna kommt herein. Sie glaubt, Figaro betrügt sie jetzt mit Marcella und teilt eine Ohrfeige aus. Als sie erfährt, was wirklich los ist ist sie sehr erleichtert.

Figaros Vater, Bartolo, verspricht Marcellina, sie endlich zu heiraten und diese gibt Figaro seinen Schuldschein zurück.

Die Gräfin beschließt, in Susannas Kleidern zum Date mit ihrem Mann zu gehen, um seine Liebe wieder zu gewinnen. Zusammen mit Susanna verfassen sie einen Brief, in dem Susanna den Grafen zu einem Treffen lockt. Der Brief wird mit einer Nadel Susannas verschlossen, die der Graf zurückschicken soll, wenn er mit dem Treffen einverstanden sein sollte.

Einige Dorfschönheiten kommen, um der Gräfin Rosen zu bringen. Unter ihnen ist auch Cherubino, der sich als Frau verkleidet hat. Der Graf erkennt ihn und will ihn bestrafen. Barbarina, die Tochter des Grafen, bittet ihren Vater aber um Gnade, da sie Cherubino heiraten möchte. Die beiden zukünftigen Bräute, Susanna und Barbarina, knien nieder und lassen sich vom Grafen mit Kranz und Schleier den Kopf schmücken. Dabei steckt ihm Susanna den heimlichen Brief zu, den sie gemeinsam mit der Gräfin geschrieben hat. Der Graf ist hocherfreut.

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Figaro erfährt von dem Treffen zwischen dem Grafen und seiner Susanna und ist wieder sehr eifersüchtig. Er beklagt sich bei Marcellina darüber, die von dem Gespräch gleich Susanna erzählt und sie warnt.

Der Zeitpunkt des geheimen Treffens ist gekommen und alle sind da: Marcellina und Barbarina, Basilio und Bartolo. Figaro versteckt sich, als Susanna und die Gräfin in vertauscheten Kleidern kommen.

An Susanna, die in den Kleidern der Gräfin steckt, macht sich Cherubino heran und der Kuss, den er ihr geben will, bekommt der Graf ab. Der Graf will Cherubino ohrfeigen, die Watsche erhält aber der hinzugetretene Figaro. Cherubino und Figaro verschwinden wieder, so dass der Graf seine "Susanna" in ein dunkles Versteck bitten kann. Sie geht mit, was Figaro noch wütender macht (dabei ist es ja nur die Gräfin, die dem Grafen nachgeht). Die echte Susanna kommt jetzt zu Figaro, der aber der "Gräfin" seine Liebe erklärt. Susanna ist so verärgert, dass sie ihn verhaut.

Inzwischen hat der Graf seine "Susanna" wieder verloren im Dunkeln. Er sieht nur Susanna, die als Gräfin verkleidet ein Gschichtl mit Figaro anfängt. Es reicht dem Grafen und er ruft nach Licht und Waffen. Alle können erkennen, dass das Liebespaar, das ertappt wurde, Figaro und Susanna waren. Die Gräfin kommt dazu und verzeiht dem Grafen.

Pippa
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Oper4Kids Fakten
Titel: Die Hochzeit des Figaro - Le nozze di Figaro
  Opera buffa in vier Akten
Uraufführung: 1786 in Wien, Österreich
Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart
Librettist: Lorenzo da Ponte
Personen: Antonio, Gärtner Bass
Barbarina Almaviva, Tochter des Grafen und der Gräfin Sopran
Bartolo, Arzt in Sevilla Bass
Basilio, Musiklehrer Tenor
Cherubino, Page (Diener) im Schloss Mezzosopran
Don Curzio, Richter Tenor
Figaro, Kammerdiener des Grafen Bass
Graf Almaviva Bariton
Gräfin Almaviva Sopran
Marcellina, Haushälterin (Beschließerin) Mezzosopran
Susanna, das Kammermädchen Sopran
Ort: Schloss des Grafen bei Sevilla, Spanien
Zeit: 18. Jahrhundert
Dauer: 3 1/2 Stunden

Uffff! Diese Oper ist einfach nur kompliziert zu erklären. Elf Personen treiben ununterbrochen Verwirrungen, verkleiden sich als jemand, der sie nicht sind und täuschen und tricksen. Für Spaß ist auf jeden Fall gesorgt - wenn man einmal den Durchblick hat, was da auf der Bühne so abgeht!

Ob die Wiener Adeligen den Inhalt bei der Uraufführung verstanden haben ist nicht klar. Es wurde aber berichtet, dass sie garnicht erfreut darüber waren, dass der Adel so lächerlich dargestellt und von seinen Angestellten an der Nase herumgeführt gezeigt wurde.

 
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