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Cool, man, die Kulman!

Mit 8 Jahren
Elisabeth Kulman ist eine Große. Eine ganz große Sängerin auf den wichtigsten Bühnen dieser Welt. Sie ist unkompliziert und hat sich eine "normale" Art behalten. Im Sommer 2014 sang sie in der Steiermark, bei der "Styriarte" in der Oper "Blaubart". Sehr unterhaltsam, in beinahe perfektem "Stoasteirisch", dennoch überaus professionell.

Unsere Kinderreporterin Magdalena (11 Jahre) traf Elisabeth Kulman zu einem Blitzgespräch in ihrer Künstlergarderobe im Musikverein. Mit ihr sprach sie über Kindheitsträume, Hobbies, Familie und mehr.

 

 

 

K4K: Haben Sie sich schon als Kind für klassische Musik interessiert?

EK: Für klassische Musik hab ich mich wenig interessiert. In meiner Familie hat kaum jeman diese Musik gehört, es gab eher Volkslieder. Meine Mutter hat viel mit uns gesungen - aber keine Opern. Das ist erst später gekommen. 
Ich habe Geige gelernt und ein bisschen Klavier gespielt, aber eher einfache Stücke. 

K4K: Hat man schon in der Schule das Talent der Elisabeth Kulman bemerkt?

EK: Ja, Singen war immer meine Stärke, aber dass es in eine klassische Richtung gehen würde war nicht klar. Ich hatte viel Spaß an Musical und Popmusik, später dann Jazz.

K4K: Hatten Sie als Kind auch noch andere Hobbies?

EK: Hmmm... (überlegt), Singen war schon immer mein Haupthobby, weil ich das wirklich gut konnte und leidenschaftlich ausübte. Heute noch. Ich habe sozusagen mein Hobby zu meinem Beruf gemacht. 

K4K: Sind alle Familienmitglieder bei Ihnen gute Sänger?

EK: Professionelle Sänger (also die, die das Singen zum Beruf machen, Erkl.) gibt es keine, aber Musik war immer ein Teil unserer Familie. Meine Mutter hat eine sehr schöne Stimme gehabt, im Kirchenchor gesungen und dort die Orgel gespielt - das tut sie auch heute noch jeden Sonntag. Musik war selbstverständlich in unserer Familie.

K4K: Haben Sie auch in anderen Kunstgebieten wie Malen ein Talent?

EK: Ich würde sehr gerne zeichnen können, aber ich kann es garnicht. Es interessiert mich jedoch sehr, da ich farbige Bilder sehr gerne mag. Ich mag auch gerne etwas "sehen", nicht nur "hören" wie in der Musik. 

K4K: Macht Ihnen Ihr Beruf eigentlich immer Spaß oder gibt es auch Zeiten, wo es Sie nicht so sehr interessiert?

EK: Wenn ich auf der Bühne stehe macht es mir unglaublich viel Spaß. Das ist aber nur ein kleiner Teil davon. Davor muss ich viel üben, davor muss ich viel vorbereiten und organisieren. Das sind nicht unbedingt die Dinge, die ich immer gerne mache - obwohl Üben auch viel Spaß machen kann.  Einen Weg zu finden, wie es gut klingen kann. Das kann ganz spannend sein und man freut sich, wenn man es geschafft hat und wenn man sieht, wie sich die Dinge entwickeln können. 

Wenn ich dann auf der Bühne stehe und sehe, das ist etwas Tolles geworden, das gefällt den Menschen, dann bin ich auch glücklich. 

K4K: Wie gehen Sie mit Inszenierungen um, die Ihnen nicht gefallen? Können Sie das ausklammern und ganz als Profi damit umgehen?

EK: Man versucht schon im Vorhinein Wege zu finden, dass sich alle wohlfühlen. Ich verlasse mich auf mein psychologisches Feingefühl, dass ich möglichst gut und zufrieden sein kann. Natürlich arbeiten immer sehr viele Menschen mit, und wie es so schön heißt "Viele Köche verderben den Brei", da kann es manchmal schon schwierig werden. Zerkracht hab ich mich aber noch nie mit jemandem, obwohl es nicht immer leicht ist, eine Lösung zu finden. 

K4K: Wie schafft man es, so wandelbar zu sein? In Rollen zu schlüpfen und sich dieser Rolle ganz anzupassen?

EK: Einerseits gehört es einfach zu unserem Job, andererseist muss man auch intelligent genug sein um zu erkennen, was ist gefragt, was ist nötig, welche Seiten und Qualitäten muss ich zeigen. Dazu gehört bestimmt ein gewisses Talent, das so hinzubekommen.

K4K: Was wollten Sie eigentlich als Kind werden? Wollten Sie immer singen?

EK: Ich wollte schon singen, aber ich wusste nicht, dass das auch ein Beruf sein würde. Deswegen wollte ich ursprünglich Bäcker werden. Auf meinem Schulweg bin ich immer bei der Bäckerei vorbeigegangen und das Brot hat so wahnsinnig gut gerochen. Jeden Tag habe ich gedacht, das würde ich gerne werden - bis ich erfahren habe, dass man um 3 Uhr aufstehen muss, dann war der Traum auch wieder vorbei. 

K4K: Gibt es eine Traumrolle?

EK: Die muss erst geschrieben werden *lacht*. 

 

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