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Marjan Shaki - Prinzessin zum Angreifen

Zugegeben, "klassisch" ist Marjan Shaki nicht, aber sie singt - und wie. Ein wahres Energiebündel, die genau weiß, wo sie hinwill. Momentan nach Graz, worüber wir uns sehr freuen. Sie singt und tanzt die Prinzessin Jasmin, die gemeinsam mit dem Straßenjungen Aladdin gegen das Böse ankämpft. Mit uns sprach sie über ihre Wünsche, ihr Leben als Katze, ihr Leben mit Lukas und warum sie gerne Bäume umarmt.
Ein wirklich erfreuliches Interview, das wir zum Schluss mit einem richtig guten steirischen Kernöl belohnten. Die Überraschung war, auch eine deutsch-iranischstämmige Sängerin kann sich richtig in das "schwarze Gold" unserer Steiermark verlieben.

 

Interview

K4K: Wie ist Marjan Shaki zur Musik gekommen?

MS: Ich hatte immer eine unglaubliche Phantasie. Schon als Kind konnte ich mir Dinge vorstellen… Einmal hatte ich die Phase, wo ich mir eingebildet habe, eine Katze zu sein. Meine Eltern überlegten schon, die Feuerwehr zu rufen, damit sie mich wieder vom Baum herunterholen. Und dann gab es auch noch das Musical „Cats“ und ich merkte, Menschen konnten wirklich Katzen sein. Wahrheit und Spiel konnte ich nicht so gut unterscheiden.

K4K: In welchem Alter kam dann der Entschluss, diese Liebe zum Beruf zu machen?

Einmal hatte ich die Phase, wo ich mir eingebildet habe, eine Katze zu sein. Meine Eltern überlegten schon, die Feuerwehr zu rufen, damit sie mich wieder vom Baum herunterholen.

MS: Mit 16. Auf der Berufsinformationsmesse konnte man sich über allerlei informieren, die meisten nahmen ganze Mappen an Informationen mit, ich kam allerdings mit einem kopierten Zettel nach hause – auf dem standen die Eckdaten für die Ausbildung für Gesang und Tanz.Ich wollte dann das Gymnasium abbrechen und musste meine Noten vorher noch verbessern, was ich in einem halben Jahr wirklich schaffte. Meine Eltern merkten, dass ich es wirklich wollte und mich auch anstrengte, verlangten aber, dass ich, sollte es nicht klappen, die Matura nachholte.

K4K: Lief es von Anfang an gleich gut?

MS: Ja, ich bekam gleich nach der Ausbildung eine Rolle in „Beauty and the Beast“ in Stuttgart. Leider wurde das Stück wegen eines Konkurses ab und ich fürchtete schon, doch noch die Matura nachmachen zu müssen. Musste ich nicht, weil dann gleich ein Angebot für die „Sarah“ in „Tanz der Vampire“ kam.

K4K: Das ist ja schon ein sehr guter Einstieg in das Musicalleben…

MS: Das stimmt, danach hatte ich auch immer etwas Angst, dass es nicht so gut weitergehen würde. Ich ging zu allen Vorsingen und irgendwann kam dann „Wake-Up“ von Reinhard Fendrich, wodurch ich nach Wien ging.

K4K: Wie schafft man es, immer eine gute Leistung zu erbringen, wenn man Rollen spielt, die man hunderte Male hintereinander spielen soll?

MS: Es ist schwierig. Deswegen mag ich jetzt die Rolle in „Aladdin“ so gerne, weil ich da jedes Mal frisch auf die Bühne gehen kann. Ich will alles geben, wenn ich auf die Bühne gehe.

K4K: Lernt man, seine Sorgen, seinen Kummer und seine Gedanken am Bühneneingang abzugeben und immer zu strahlen?

MS: Man lernt das, ja.

K4K: Dann war das Angebot, bei „Dancing Stars“ mitzumachen, bestimmt etwas komplett Neues und für Sie sicher sehr reizvoll?

MS: (lacht), reizvoll, ja, aber ich wollte da nicht mitmachen. Mein Freund Lukas (Perman, auch ein Musicalsänger) hat gleich Feuer gefangen und zu mir gesagt, wir sollten das machen, um einfach wieder einmal Spaß zu haben. Das hat mich dann überzeugt.

K4K: Warum wollten Sie nicht mitmachen?

MS: Ich wollte beim Tanzen kein Risiko eingehen. Mein Traum war früher, Balletttänzerin zu werden, ich hatte aber eine Beckenschiefstellung und musste den Traum aufgeben. Seit damals wollte ich nie mehr tanzen. Auch bei Vorsingen habe ich mich immer um das Tanzen gedrückt, mit Ausreden und so. Wenn ich dann in der Produktion drinnen war habe ich es immer irgendwie geschafft.

Allerdings war die Teilnahme bei „Dancing Stars“ wahrscheinlich das Härteste, das ich jemals gemacht habe.

K4K: Haben Sie nun mit dem Tanzen Frieden geschlossen?

MS: Habe ich. Ich brauchte auch kein Vorwissen vom Ballett, das war sogar eher schlecht, wenn man zu viel aus dem Ballett mitbrachte. Allerdings war die Teilnahme bei „Dancing Stars“ wahrscheinlich das Härteste, das ich jemals gemacht habe. Immer, wenn wir es am Freitag geschafft haben war ich überzeugt, es geht gut, und am Samstag, als die Proben neu begannen, war es wieder sehr hart. Außerdem waren immer die Kameras dabei und ich hatte mir vorgenommen, nichts Persönliches von mir zu zeigen, aber das war unmöglich.

K4K: Waren das Sie in der Show?

MS: Ja, das war ich. Ich wollte aber keine Angriffsfläche bieten, dass die Leute Punkte finden, über die sie reden können. Auch nicht über Lukas und mich als Pärchen… Wir sind durch die Schlagerkarriere in Deutschland ein bisschen zum „Traumpaar des Schlagers“ geworden. Im wirklichen Leben sind wir auch zwei Menschen, die halt hin und wieder streiten und sich hin und wieder an einer Weggabelung befinden, wo Entscheidungen getroffen werden müssen. Aber prinzipiell geht es uns sehr gut.

K4K: Wie wichtig ist Musik in Ihrem Leben?

MS: Sehr wichtig. Sie verbindet auch. Sie bringt auch Nähe zu den Menschen. Wir wollten nie auf Distanz gehen, wir sind „Stars zum Angreifen“.

K4K: Was kommt jetzt als Nächstes, nach Aladdin?

MS: Lukas und ich nehmen ein neues Album auf und dann spiele ich in „Othello darf nicht sterben“, einem Sprechtheaterstück.

K4K: Bestimmen Sie selber, welche Angebote Sie annehmen?

MS: Ich bestimme selber, das ist mir sehr wichtig. Ich möchte einfach Zeit haben für mich, für Familie und für Freunde.

K4K: Und in der Freizeit?

MS: In der Freizeit gehe ich gerne in die Natur. Ich umarme dort Bäume (lacht) – das erdet mich. Dann koche ich noch sehr gerne, mache Dinge, die mit den Füßen auf dem Boden und den Händen an der Sache zu tun haben. Momentan freue ich mich einfach auf ein bisserl vorweihnachtliche Ruhe, um auch die Akkus wieder aufzuladen.

Wir wollten nie auf Distanz gehen, wir sind „Stars zum Angreifen“.

K4K: Wie funktioniert eine Beziehung zwischen zwei Künstlern, die immer ihre eigenen Wege gehen?

MS: Wir sind lange Zeit gemeinsame Wege gegangen. Erst jetzt, nach „Dancing Stars“, haben wir unterschiedliche Wege eingeschlagen, zusätzlich zu den gemeinsamen Projekten, die wir nach wie vor haben. Ich bin momentan in Graz, er spielt in dem Musical „Elisabeth“ in Wien und wir sehen uns einmal die Woche. Für die Zeit von sieben Wochen ist das absolut machbar.

K4K: Haben Sie auch noch Freunde außerhalb der Kunstwelt?

MS: Die sind sogar sehr wichtig, die „normalen“ Freunde. Lukas hat sehr viele Schulfreunde, meine sind über die ganze Welt verteilt.

K4K: Wo sind dann Ihre Wurzeln?

MS: Einerseits bei Lukas, andererseits bei meinen Eltern. Im Grunde dort, wo die Menschen sind, bei denen ich mich wohlfühle. Auch Österreich ist inzwischen schon Heimat für mich.

Und in Graz habe ich sogar eine Zweitfamilie, die Familie Gabalier – von meinem Tanzpartner Willi Gabalier. Die Mama Gabalier bekocht mich und versorgt mich, so dass es mir sehr gut geht.

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