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Dur oder moll?

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Melodien manchmal fröhlich und manchmal traurig klingen können? Einerseits passiert das natürlich durch die Worte, die in einem Lied gesungen werden („Meine Liebe hat mich verlassen, mein Leben hat keinen Sinn…“), wenn aber eine Melodie ohne Worte erklingt und dennoch traurig oder fröhlich klingt, dann hat das wohl damit zu tun, ob sie in einer DUR oder einer MOLL-Tonart geschrieben ist. Die Begriffe kommen aus dem Lateinischen und bedeuten "durus" (hart) und "mollis" (weich).

 

Durtonarten klingen fröhlich, Molltonarten klingen traurig.

 

Den Unterschied machen hier die Abstände zwischen den einzelnen Tönen.

In einer DUR- oder MOLLTONART hat man immer Ganztonabstände und Halbtonabstände. Was zum Geier ist denn nun ein „Ganztonabstand“?

Kennst du die Tastatur eines Klaviers? Der Ton von einer weißen Taste zur nächsten weißen Taste daneben ist ein Ganzton, zumindest, wenn dazwischen eine schwarze Taste ist.

Du siehst das auf der Abbildung, die wir für dich erstellt haben. Wenn zwischen zwei Tasten keine schwarze Taste ist, dann sprechen wir von einem Halbton. Auf unserem Bild wäre das der Ton zwischen dem "e" und dem "f".

 

Nun aber zurück zu unseren Tonarten:

  • Eine Durtonleiter hat immer Ganztonabstände, ausser zwischen dem dritten und vierten und dem siebten und achten Ton, also zwischen dem "e" und dem "f" und zwischen dem "h" und dem "c" (wenn wir eine C-Dur-Tonleiter anschauen).
  • Bei einer Molltonleiter liegen die Halbtonschritte zwischen dem zweiten und dritten und zwischen dem fünften und sechsten Ton.


Die C-Dur-Tonleiter ist die einfachste Tonleiter, weil sie nur aus den weißen Tasten des Klaviers besteht. Man beginnt einfach beim "c" und legt los. Da kann man nicht so viel falsch machen!

Für "moll" gibt es auch eine Tonleiter ganz ohne schwarze Tasten, nämlich die "a-moll-Tonleiter". Beginne beim "a" und spiele nach oben oder unten 8 Töne (acht deswegen, weil das eine "Oktave" darstellt. Jede Oktave besteht aus den selben acht Tönen, nur eben einmal höher oder einmal tiefer).

Die Tonleitern im Dur/Moll-System haben natürlich auch noch unterschiedliche Namen. Die Namen hängen davon ab, welche Taste die erste der Tonleiter ist. Wenn man mit "c" beginnt und keine schwarzen Tasten drückt, dann spielt man eine "C-Dur-Tonleiter". Wenn du nun aber mit "f" beginnst und einfach bis zum nächsten "f" weiterspielst - und das ist dann der gezählte 8. Ton, dann merkst du, dass da etwas nicht stimmen kann. Es fehlt der Halbtonabstand an den richtigen Stellen (3./4., 7./8. Ton). Was musst du nun machen? Richtig, schwarze Tasten verwenden. In dem Fall der "F-Dur-Tonleiter" betrifft es das "b". Zusammengefasst bedeutet das alles, dass du mit jeder Taste eine Tonleiter beginnen kannst und dass du an den vorgesehenen Stellen die Halbtonschritte beachten musst, damit die Tonleiter auch richtig klingt.

 

Die Benennung der Tonleitern und die Sache mit dem "b" und dem "#"


Auf unserem Bild siehst du, dass auf dem "fis" auch "ges" steht. Warum tun wir so etwas Verwirrendes? Weil die Taste, je nachdem ob sie um einen Halbton erhöht oder erniedrigt (nein, nicht gedemütigt, nur gesenkt!) wurde, einen anderen Namen erhält. Hinauf bekommt der Ton meist ein "-is" dran, hinunter ein "-es". Aus "g" wird dann bei DUR "gis" und bei MOLL "ges".  Ausnahme: "h" wird nach unten zu "b" und nicht zu "hes", das gibt es nämlich nicht!!! Und das zeigt man in der Notenschrift an, indem vor der Note ein "#" steht, wenn sie einen Halbton höher werden soll und ein "b" steht, wenn wir sie einen Halbton tiefer machen.

So funktioniert das also mit allen Tönen einer Oktave. Jeder Ton ergibt eine Tonleiter, der Unterschiede liegt nur darin, wo wir einen Halbtonschritt setzen - damit machen wir eine traurige oder eine fröhliche Melodie. Musik ist wahrlich ein Wunder!

 

 
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