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Die Sinfonie

Joseph Haydn, Vater der Sinfonie
"Sinfonie" oder auch "Symphonie" - hier gibt es keinen Unterschied in der Bedeutung, nur in der Schreibweise, stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Übereinstimmung", "Harmonie". Es handelt sich hier um ein Musikwerk, das für viele Instrumente geschrieben wird und meistens einem bestimmten Aufbau, nämlich 4 "Sätzen" folgt. Ein wichtiges Merkmal ist auch, dass keine Solisten (Einzelspieler) während der Sinfonie auftreten, sonst wäre es ein "Solistenkonzert".

     1. In den meisten Fällen ist der 1. Satz lebhaft und flott. Er beinhaltet auch den sogenannten "Sonatenhauptsatz". Dieser Hauptsatz, auch "Kopfsatz" genannt, vermittelt das Thema und ist auch in der Grundtonart geschrieben, die dann neben dem Werk steht. Beispiel: 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 von Ludwig van Beethoven. Meist beinhaltet der 1. Satz nicht nur ein Thema, sondern mehrere. Kräftig und mit viel Ausdruck wird das erste Thema vorgestellt, um es dann in einem leicht abgewandelten und meist in einer anderen Tonart gespielten Seitenthema weiterzuführen. Somit wurde die prägende Melodie (oder die Melodien) vorgestellt. Das nennt man Exposition.

Im zweiten Abschnitt des 1. Absatzes wird das vorher vorgestellte Thema in verschiedenen Varianten durchgespielt. Das nennt man dann Duchführung.

Am Ende des 1. Satzes wird die Hauptidee vom Anfang noch einmal durchgespielt. Natürlich nicht ganz gleich, sondern in abgewandelter und leicht veränderter Form. Das nennt man dann Reprise.

    2. Der 2. Satz wird langsamer gespielt. Meist erinnert es an ein Lied.

    3. Der 3. Satz ähnelt oft einem Tanz, er heißt auch in vielen Fällen "Menuett" oder "Scherzo". Gespielt wird er mittelschnell und beschwinglich.

    4. Der 4. Satz ist das "Finale". Die Musiker des Orchesters können im zum Abschluss noch einmal zeigen, was sie können und die Musik selber beeindruckt noch einmal mit ihren Klängen.

Amboss
Kuhglocke
Die Sinfonie hat sich natürlich über die Jahrhunderte verändert. War sie anfangs, zu Haydns Zeiten, noch sehr an Formen und Strukturen gebunden, so änderten die Musiker mit der Zeit einiges, was sie für wichtig hielten.

Franz Liszt, Richard Strauß oder Hector Berlioz beispielsweise versuchten, durch die Sinfonie auch Inhalte zu beschreiben, die eigentlich mit der Musik nichts zu tun hatten. Das nannte man dann "Sinfonische Dichtung". Ein Beispiel hierfür ist "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauß, der es nach dem Buch von Friedrich Nitzsche komponierte.

Auch kamen immer neue Instrumente zur Verwendung. Richard Wagner verwendete 18 Ambosse für "Das Rheingold", Gustav Mahler verwendet Kuhglocken in seinen Werken.

 

 
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