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Die Sinfonie

Die Sinfonie, die man aber auch "Symphonie" schreiben kann, leitet sich von dem griechischen Wort "symphonos" ab. Das bedeutet "zusammenklingen". Was klingt hier zusammen? Viele Instrumente in einem Orchester. Keine Sänger und kein Instrument, das ein "Solo" spielt, also hervortritt.

Wichtig geworden ist die Sinfonie ab der Mitte des 18. Jahrhunderts (das ist die Zeit von 1700 bis 1799). Sie ist meist vierteilig.

Die Abschnitte heißen dann "Sätze":

* der 1. Satz (Kopfsatz) wird schnell gespielt, das musikalische Thema wird vorgestellt, oft auch noch ein Seitenthema und die Tonart ist die Grundtonart der Sinfonie (da steht dann "Sinfonie... in f-moll oder so etwas)

* der 2. Satz langsam, oft in Liedform

* der 3. Satz wieder schnell und oft im Tanzstil als "Menuett" oder "Scherzo" [skerzo]

* der 4. Satz, das "Finale" (Ende), der wird wieder schnell gespielt.

Die drei Komponisten, die als "Hauptvertreter der Wiener Klassik" bezeichnet werden, Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart, haben viele Sinfonien geschrieben und dadurch diese Musikform sehr beliebt und bekannt gemacht. Haydn wird sogar als "Vater der Sinfonie" bezeichnet, er hat ja auch über 100 Sinfonien, genau gesagt 104, geschrieben. Das ist schon eine große Zahl!

Obwohl Haydn die größte Anzahl an Sinfonien geschrieben hatte war es Ludwig van Beethoven, der Komponist, der den größten Eindruck mit seinen Sinfonien hinterlassen hat. Johannes Brahms wagte sich jahrelang nicht an eine eigene Sinfonie, weil er das Gefühl hatte, es nie so gut wie Beethoven machen zu können. 

Beethoven schrieb seine 3. Sinfonie ursprünglich für den französischen Feldherren, Napoleon Bonaparte. Er war von den Idealen der französischen Revolution 1789, "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" sehr angetan. Als sich Napoleon aber 1804 selber zum Kaiser krönte war Beethoven so enttäuscht, dass er die Widmung von dem Notanblatt abkratzte (noch heute ist an dieser Stelle ein Loch) und schrieb sinngemäß "ist er doch auch nur ein (...) Tyrann wie alle anderen".

Eine weitere Geschichte rund um die Sinfonie handelt von Haydn. Seine Musiker wollten Urlaub, um ihre Familien zu besuchen. Graf Esterhazy aber gewährte ihnen keine freien Tage. Daraufhin komponierte Joseph Haydn die "Abschiedssinfonie", während deren letzten Minuten die Musiker nacheinander das Orchester verlassen und gehen. Der Graf hatte den Wink verstanden und am Ende gab es doch einige freie Tage für die Musiker. 

Im Laufe der Zeit veränderte sich die Struktur der Sinfonie. Regeln wurden gelockert, Instrumente wurden hinzugefügt oder Tonarten verändert. 

 

 

 
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