Vogel
Startseite
Vogel
Über Klassik4Kids
Das Projektteam
Komponisten
Epochen
Instrumente
Oper4Kids
Musiklexikon A-Z
Veranstaltungen
Musikschulen
Musikunterricht
Musikbedarf
Veranstaltungen
Videos
Erklär mir ...
Made in Styria
Fragebögen
Newsletter

Buuuuh! Braaaaavvvoooo!

Otto Schenk
Das Ende einer Oper. "BRAVVVOOOO" (im guten Falle). "BUUUUHHHH!" (im schlechten Fall). Die Sänger verbeugen sich (so oder so). Der Dirigent kommt auch auf die Bühne und lässt seine Musiker im Musikergraben aufstehen. Ein weiterer Mensch erscheint auf der Bühne. Wer ist das? Das ist meist derjenige, der für die Inszenierung verantwortlich ist. Er oder sie heißt "Regisseur". Auf dem Bild siehst du einen berühmten österreichischen Opernregisseur, Otto Schenk.

Was ist nun aber eine "Inszenierung"?

Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet Inszenierung "Einrichten und das öffentlich zur Schau stellen von einem Stück", sprich: alles das, was nicht direkt mit der Musik zu tun hat. Wie soll die Bühne aussehen, in welcher Umgebung soll die Oper spielen (zum Beispiel auf einer Wiese oder auf einer Müllhalde) und wie die Kostüme der Darsteller aussehen sollen (beispielsweise so, wie der Komponist sich das zu seiner Zeit vorgestellt hat oder kommen die Sänger als magenverdorbene Aliens auf die Bühne?). Wo sollen welche "Requisiten" vorkommen - das sind Gegenstände wie Tische, Regenschirme und so weiter, die im Laufe der Aufführung verwendet werden. 

"Tosca" bei den Bregenzer Seefestspielen
Der Regisseur (sprich: Reschisöör) ist der Oberverantwortliche dafür, dass am Ende bei der Aufführung alles gut klappt. Er ist Ansprechpartner für die Sänger, für die Bühnenbildner, für die Requisiteure (sprich: Rekwisitööre), für die Maskenbildner und so weiter und so fort. Er ist aber auch verantwortlich dafür, wenn es den Menschen nach der Aufführung nicht gefallen hat (natürlich auch, wenn es ihnen gefallen hat, aber da meldet sich dann kaum jemand beim Regisseur).

Schon seit Beginn der Operngeschichte hat es immer Inszenierungen gegeben, die die Menschen erfreut oder verärgert haben. Viele junge Zuseher wünschen sich sogenannte "moderne" Inszenierungen, wo der Regisseur viel von der heutigen Zeit und seinen Vorstellungen in die Oper einarbeitet. Andererseits gibt es aber auch mindestens so viele Opernfreunde, die gerne sehen, wenn das Stück so gebracht wird, wie es sich der Komponist zu seiner Zeit vorgestellt hat. "Werkgetreu" kann man das nennen. Nur zu oft kam es in der Geschichte um wüste Streiterein, Proteste oder gar zu Kämpfen unter den Menschen in der Oper. Wer nun Recht hat wird noch die nächsten Jahrhunderte die Frage bleiben, über Geschmack kann man ja bekanntlich nur schwer streiten.

Wir haben jedoch einen Tipp für große und kleine Opernfans: die Musik ist immer schön. Wenn alles nichts mehr hilft, Augen zu und genießen!

 
Zurück zur Übersicht