Vogel
Startseite
Vogel
Über Klassik4Kids
Das Projektteam
Komponisten
Epochen
Instrumente
Oper4Kids
Musiklexikon A-Z
Veranstaltungen
Musikschulen
Musikunterricht
Musikbedarf
Veranstaltungen
Videos
Erklär mir ...
Made in Styria
Fragebögen
Newsletter

Die Geschichte der Noten

Musik ist etwas, das man hört. Irgendwie muss es aber auch eine Möglichkeit geben, die Musik so aufzuschreiben, dass andere Menschen sie auch spielen können. Dafür haben wir heute die Notenschrift.

Noten sind kleine schwarze (oder schwarz umrandete) Punkte, die auf fünf Linien (den Notenlinien) herumtanzen. Je nachdem, wie sie aussehen, wo sie sich befinden und wie oft sie vorkommen wissen wir, wie etwas gespielt werden soll.

Die Notennamen, die wir heute kennen, heißen c-d-e-f-g-a-h. Sie kommen in dieser Reihenfolge vor und fangen dann wieder von vorne an. Die sieben Töne von c bis zum nächsten c nennt man "Oktave". Jede dieser Noten hat einen fixen Platz auf den Notenlinien. So finden wir zum Beispiel das "e" auf der untersten Linie, das "g" auf der zweituntersten Linie und das "h" auf der dritten Linie von unten. In den Zwischenräumen stehen zu unterst das "f", das "a" und dann das nächste "c".

Die Notenschrift hat es aber nicht immer in dieser Form gegeben. Wie bei vielen Entwicklungen hat es eine lange Zeit gedauert, bis ein System entwickelt wurde, mit dem die Menschen zufrieden waren und bei dem sie auch bleiben wollten.

Ganz am Anfang haben die Menschen in den verschiedenen Ländern verschiedene Notenschriften entwickelt, die aber nur bei ihnen verwendet wurden. Die Zeiten, von denen wir hier sprechen, sind auch schon eine lange Zeit her und damals wurde nicht viel gereist. Man hat also wenig von dem, was man machte, den anderen Menschen und Völkern berichten können und es wurde auch wenig von anderen Menschen, Ländern oder Völkern übernommen.

Karl der Große
Vor ungefähr 1.260 Jahren, das ist wirklich lange her, gab es einen Kaiser, der "Karl" hieß. Dieser Kaiser war sehr mächtig und auch sehr berühmt, wodurch er den Beinamen "Karl der GROSSE" erhielt. Karl war ein schlauer Mann und wollte, dass die Menschen in seinem Königreich die gleiche Musik während des Gottesdienstes sangen. Der Großteil seiner Bürger war zum damaligen Zeitpunkt "Analfabeten", das bedeutet, sie konnten weder lesen noch schreiben. Der Gottesdienst am Sonntag diente ihnen auch ein bisschen als Zeitung. Es wurden Neuigkeiten verbreitet, Gesetze verlesen und Wichtiges kund gemacht. Karl der Große wusste das und nützte die Kirchen schlau aus, um seine Macht unter den Menschen zu stärken. Ihm war es sehr wichtig, dass in den Kirchen eine Art der Musik gesungen wurde.

Neumenschrift
Und so entstand das System der NEUMEN. Die Neumenschrift war noch ganz anders als die Noten, die wir heute kennen. Aufgezeichnet wurde, was der "Dirigent" (der vor den Sängern oder den Musikern herumfuchtelt und sagt, was gespielt wird) mit seinen Händen gedeutet hat. Hinauf, hinunter oder lauter oder leiser, es gab viele Möglichkeiten. Anfangs standen diese Neumen nicht auf Linien, man wusste nicht, wie hoch sie gespielt werden sollen oder wie lange eine Neume dauern sollte.

Guido von Arezzo
Erst im 11. Jahrhundert, also vor 1000 Jahren, kam ein Mönch namens "Guido von Arezzo" auf die Idee, die Neumen auf Linien zu setzen (damals nur 4 Linien). Die "Punkte" erhielten auch lateinische Namen so wie "Semibrevis" (das bedeutet "halbkurz"). Später, ungefähr vor 400 Jahren, wurden daraus unsere Notennamen wie "ganze Note, halbe Note, viertel Note" und so weiter.

So, jetzt haben wir nach so vielen Jahren eine Notenschrift, die alle auf der Welt verstehen. Jetzt ist die Geschichte aus. Nein! Ist sie nicht.

Cluster
Vor 100 Jahren fingen die damals "modernen" Komponisten (Komponisten sind die, die die Musik erfinden) an, die Noten nicht mehr einzeln anzuschreiben, sondern Striche zu ziehen. Die Musiker sollten innerhalb dieser Striche alle möglichen Noten spielen. Am besten ging das, indem man mit der ganzen Handfläche, dem Ellebogen oder dem Arm auf das Klavier drückt. Die Noten zusammen nannte man dann "Cluster" [Klaster]. Einer der ersten Komponisten, die diese "Cluster" verwendeten, war Henry Cowell [Henri Kauell], ein Amerikaner. Du findest ihn unter den Komponisten, wo du dir auch ein Hörbeispiel für einen Cluster anhören kannst. Viel Vergnügen!

 
Zurück zur Übersicht