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Oper zum Lachen

Die Menschen haben schon immer große Lust gehabt, unterhalten zu werden. Meist lachen die Menschen auch gerne und amüsieren sich über das Schicksal anderer. Aus diesem Grund ist die "komische Oper" entstanden. Im Italienischen, wo die meisten Begriffe der Musikwissenschaft herkommen, nennt man diese Form der Oper "Opera buffa". Das Gegenteil dazu, die ernste Oper, nennt man dann "Opera seria".

Harlekin und Colombine aus der Commedia dell'arte
Entstanden ist diese Form der Oper im 18. Jahrhundert in Italien. Die beliebtesten Themen waren verirrte Liebe, Eifersucht, Intrigen, Geiz und Ehebruch. Man bediente sich der "Commedia dell'arte", der Stegreifkomödie Italiens aus der Renaissance. ("Stehgreif" bedeutet, dass die Menschen ohne Vorbereitung Theater spielen - einfach das sagen, was ihnen einfällt und zur Handlung passt). Die Figuren, die von den Sängern dargestellt wurden, waren nicht mehr Adelige, Edelmänner oder Hofdamen. Die Opera buffa bediente sich der Menschen aus dem einfachen Volk - Bauern, Mägde, Reisende, Handwerker und ähnliches. Sie war ursprünglich auch nur für die einfachen Menschen gedacht, der Adel rümpfte über diese Form der Unterhaltung maximal die Nase.


Die Menschen verwendeten Dialekt und Umgangssprache. Alltagsprobleme oder aktuelle politische und wirtschaftliche Verhältnisse wurden in die Oper eingeflochten. Mit Kritik an den herrschenden Personen oder den Zuständen wurde nicht gespart, meist wurde diese mit Humor vorgebracht. Streiterein zwischen Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten gab es oft, wobei die Streitpartei der "niedereren" Schicht meist gewann.

Foto: © Kmetitsch
Die Musik der Opera buffa wurde sehr harmonisch gehalten, mit lieblichen Melodien, Wiederholungen und dem sogenannten "Parlando" - einem schnellen Sprechgesang mit genauem Rhythmus und guter Aussprache.

Die Styriarte, das steirische Musikfestival, hatte 2013 eine besonders schöne Opera buffa im Programm: Jacques Offenbachs' "Barbe-bleue", auf Deutsch "Ritter Blaubart". Die Geschichte erzählt vom Leben zweier Männer, die sehr mordlüstig sind. Der eine, weil er seine Frauen immer gleich wieder satt hat, der andere, weil er jeden Mann, der seiner Frau nahe kommt, aus dem Weg räumen lasst. Humorvoll, in steirischem Dialekt, leichte Melodien und Kritik an den aktuellen Zuständen - alles da für eine richtige Opera buffa!

 

 

 

 
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