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Der Dirigent

Karikatur von Richard Wagner
Der Dirigent ist der Mensch, der vorne am Pult steht, mit dem Rücken zum Publikum, und dafür sorgt, dass das Zusammenspiel der vielen Musiker im Orchester schön klingt.

Herbert von Karajan | Foto: © Siegfried Lauterwasser, Karajan Archiv
Eigentlich sollte man ja meinen, dass all diese perfekt ausgebildeten Musiker keine weitere Anleitung brauchen und die Stücke gut genug kennen. Wahrscheinlich würde es auch in vielen Fällen ohne einen Dirigenten klappen, aber was, wenn die Musiker verschiedene Teile eines Werks unterschiedlich spielen möchten?

Die Noten für ein Werk (auch Partitur genannt, also alle Einzelstimmen einer Komposition) gibt es, jedoch bleibt jedes Mal auch ein gewisser Interpretationsspielraum (Interpretation ist die Möglichkeit, etwas auf verschiedene Art und Weise zu sehen), ob etwas schneller oder langsamer, leiser oder lauter, kürzer oder breiter gespielt wird. Diese Entscheidungen trifft dann der Dirigent. Die Musiker müssen sich ihm unterordnen. Auch beschäftigt sich ein Dirigent intensiv mit den Hintergründen einer Komposition. Hinter jedem Werk steht eine historische Epoche und ein Mensch, der etwas gefühlt hat, als er es geschrieben hat. Dies einzufangen und richtig zu deuten ist auch die Aufgabe des Dirigenten. Wenn du dir ein klassisches Werk von zwei Dirigenten anhörst, so wirst du bestimmt Unterschiede feststellen, obwohl die Melodie gleich geblieben ist.

Franz Welser-Möst
Daniel Barenboim
Lorin Maazel
Bei kleineren Formationen (Formationen sind Gruppen ab zwei Musikern), beispielsweise dem Kammerorchester, übernimmt ein Musiker die Führungsrolle und leitet seine Kollegen durch Handzeichen, Kopfbewegungen oder durch den Geigenbogen. 

Welche Aufgaben müssen nur zusammengefasst von einem Dirigenten übernommen werden?

Er oder sie gibt den Takt vor, das bedeutet, wie schnell oder wie langsam etwas gespielt werden soll.
• Er oder sie zeigt an, wann die Musiker anfangen zu spielen, wann sie für Pausen aussetzen und wann sie aufhören zu spielen.
• Er oder sie legt fest, welchen Charakter das gespielte Stück bekommt. Leidenschaftlich, melancholisch, feurig, zurückhaltend etc.


Riccardo Muti
Fabio Luisi
Claudio Abbado
Dirigenten sind in gewisser Weise auch für „ihre“ Musiker da. Sie haben die Oberhand über das ganze Geschehen. Viele gute Dirigenten sind selber herausragende Instrumentalisten. Daniel Barenboim zum Beispiel beherrscht das Klavierspiel, Leonard Bernstein war ebenfalls ein hervorragender Pianist, Mstislav Rostropowitsch konnte wie kaum ein Anderer das Cello spielen. Durch dieses Können legen Dirigenten noch zusätzlich ihre Führungsrolle im Orchester fest.

Wenn du eine Aufnahme anschaust oder selber in ein Konzert gehst, dann wirst du sehen, dass Dirigenten immer ihr Herzblut in ihre Arbeit legen. Dies äußert sich natürlich auch in dem, was sie sagen. Der berühmte italienische Dirigent Arturo Toscanini sagte einmal: „Könnt ihr nicht lesen?! Hier steht doch „con amore“ (das bedeutet „mit Herz/ Liebe“), und was macht ihr? Ihr spielt wie verheiratete Männer!“

 
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